schicken

schicken
abkommandieren (meist milit.); delegieren; abordnen; deputieren; entsenden; aussenden; beordern; senden

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schi|cken ['ʃɪkn̩]:
1. <tr.; hat
a) (jmdn.) veranlassen, sich (zu einem bestimmten Zweck o. Ä.) an einen bestimmten Ort zu begeben, einen bestimmten Ort zu verlassen:
sie schickte ihn einkaufen / zum Einkaufen, aufs Feld, aus dem Zimmer, nach Hause.
b) bringen, befördern lassen:
er schickte seinem Vater / an seinen Vater ein Päckchen; etwas an jmds. Adresse, nach Berlin schicken.
Syn.: anweisen, einsenden, 1 senden, übermitteln, überweisen, zugehen lassen, zuleiten.
Zus.: mitschicken, nachschicken, wegschicken.
2. sich in etwas schicken: etwas (Unangenehmes) geduldig und ohne Widerspruch ertragen:
ich schickte mich in das Unvermeidliche.
Syn.: etwas auf sich nehmen, etwas hinnehmen, etwas über sich ergehen lassen, sich in etwas ergeben, sich in etwas fügen.
3. sich schicken: sich ziemen:
es schickt sich nicht, mit vollem Mund zu sprechen.
Syn.: angemessen sein, sich gehören, sich geziemen (veraltend), sich ziemen (geh.).

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schị|cken 〈V.; hat
I 〈V. tr.; geh. a. V. intr.〉
1. etwas \schicken senden, bringen lassen (Waren)
2. jmdn. \schicken veranlassen zu gehen, sich an einen bestimmten Ort zu begeben
● meine Mutter schickt mich, ich soll Ihnen sagen ... ● jmdm. Blumen \schicken; jmdm. einen Boten, Vertreter \schicken; jmdm. einen Brief, ein Paket, eine Einladung, Vorladung \schicken; ich schicke Ihnen den Jungen vorbei ● sich die Waren \schicken lassen ● die Kinder ins Bett \schicken; ein Kind in die Schule \schicken; nach jmdm. \schicken 〈geh.〉 jmdn. bitten lassen zu kommen; nach dem Arzt \schicken; jmdn. nach Hause \schicken; wir schicken die Kinder in den Ferien zu den Großeltern; jmdn. zur Kur, zur Erholung \schicken; jmdn. zum Teufel \schicken jmdn. verwünschen, wegwünschen
II 〈V. refl.〉 sich \schicken
1. sich gehören, dem Anstand, der guten Sitte entsprechen
2. sich entwickeln, sich fügen, sich ergeben
3. 〈oberdt.〉 sich beeilen
● schickt euch! 〈oberdt.〉; es schickt sich nicht, in der Nase zu bohren; jetzt muss ich mich aber \schicken 〈oberdt.〉; ich hab' mich \schicken müssen, um rechtzeitig fertig zu werden 〈oberdt.〉 ● es hat sich alles noch gut, recht, wohl geschickt ● sich für etwas \schicken 〈selten〉 sich für etwas eignen; eines schickt sich nicht für alle man kann nicht überall den gleichen Maßstab anwenden, was der eine darf, darf der andere nicht auch; er schickt sich nicht für dieses Amt; sich in etwas \schicken sich anpassen, sich in etwas fügen, sich mit etwas abfinden; sich in sein Los, in die Umstände \schicken; es hat sich eben so geschickt, dass ... es ergab sich so
[<mhd. schicken, zunächst „ordnen, bereiten, ins Werk setzen“, dann (im Sinne des Zurechtmachens zum Verschicken) „entsenden“; vermutl. zu mnddt. schicken „etwas in Ordnung bringen“; sich schicken zur urspr. Bedeutung von schicken „ordnen, bereiten“; angelehnt an Schick, Geschick „Eignung, Talent“]

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schị|cken <sw. V.; hat [mhd. schicken = (ein)richten, ordnen; abfertigen, entsenden; sich vorbereiten, sich einfügen]:
1. veranlassen, dass etw. zu jmdm. gelangt, an einen bestimmten Ort gebracht od. befördert wird:
einen Gruß s.;
die Waren werden [Ihnen] ins Haus geschickt;
er hat [uns] endlich ein Lebenszeichen geschickt;
Ü ein Gebet zum Himmel s.
2.
a) veranlassen, sich zu einem bestimmten Zweck, mit einem Auftrag o. Ä. an einen bestimmten Ort zu begeben:
jmdn. einkaufen, zum Einkaufen s.;
ein Kind in die Schule s.;
jmdn. in die Verbannung s. (verbannen);
Ü jmdn. auf die Bretter, zu Boden s. (Jargon, bes. Boxen; jmdm. einen solchen Schlag versetzen, dass er zu Boden fällt);
wer hat dich denn [zu mir] geschickt?;
b) jmdn. zu bestimmten Diensten o. Ä. rufen, holen lassen:
nach dem Arzt s.
3. <s. + sich>
a) eine unangenehme Lage, an der nichts zu ändern ist, geduldig ertragen; sich fügen:
sich in Gottes Willen s. (ergeben);
sie schickten sich ins Unvermeidliche;
b) (veraltend) sich fügen (4 b), sich von selbst zu gegebener Zeit regeln; sich bei Gelegenheit ergeben:
das wird sich alles noch s.;
c) (südd.) sich aus einem bestimmten Grund mit, bei etw. beeilen:
sich s. müssen.
4. <s. + sich>
a) gehören (5) (meist unpers. u. verneint):
es schickt sich nicht, so etwas zu sagen;
b) (seltener) sich [herkömmlicherweise] eignen.
5. (landsch.) ausreichen, genügen:
ob die Vorräte wohl s.?

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1schị|cken <sw. V.; hat [mhd. schicken = (ein)richten, ordnen; abfertigen, entsenden; sich vorbereiten, sich einfügen, wohl urspr. Veranlassungswort zu dem unter ↑geschehen genannten ahd. skehan = schnell (weg)gehen u. eigtl. = schnell vonstatten gehen lassen]: 1. veranlassen, dass etw. zu jmdm. gelangt, an einen bestimmten Ort gebracht od. befördert wird: jmdm. Blumen, einen Brief, ein Paket, einen Gruß s.; etw. an jmdn., an jmds. Adresse, nach Berlin s.; er hat [uns] endlich ein Lebenszeichen geschickt; Sie hat mir immerhin eine Ansichtskarte aus dem Ferienlager geschickt (Thor [Übers.], Ich 6); die Waren werden [Ihnen] ins Haus geschickt; Ü ein Gebet zum Himmel s.; Wenn Gott uns eine Prüfung schickt ... (Th. Mann, Buddenbrooks 254); der Häuptling kann sogar Liebeszauber herstellen, Nebenbuhler verhexen und seinen Feinden tödliche Krankheiten s. (a & r 2, 1997, 98); Der Zigarrenrauch schickte bläuliche Fäden in die Höhe (ließ sie aufsteigen; A. Zweig, Claudia 116). 2. a) veranlassen, sich zu einem bestimmten Zweck, mit einem Auftrag o. Ä. an einen bestimmten Ort zu begeben: eine Abordnung, seinen Stellvertreter, einen Boten s.; jmdn. einkaufen, zum Einkaufen s.; ein Kind in die Schule, nach Hause, ins Bett, zu Bett, schlafen s.; jmdn. über die Grenze, außer Landes, an die Front s.; wer hat dich denn [zu mir] geschickt?; er habe ... die Mädchen dann für sich auf den Strich geschickt (Spiegel 24, 1976, 67); sie schickten ihre Söhne auf die höhere Schule (ließen sie die höhere Schule besuchen); jmdn. in die Verbannung s. (verbannen); jmdn. in den Krieg s. (im Krieg als Soldat kämpfen lassen); Ich schicke sie um Zigaretten (bes. österr.; zum Zigarettenholen; Sobota, Minus-Mann 258); Ü jmdn. auf die Bretter, zu Boden s. (Jargon, bes. Boxen; jmdm. einen solchen Schlag versetzen, dass er zu Boden fällt); einen Mitspieler s. (Jargon, bes. Fußball; ihm den Ball in den freien Raum in Richtung auf das gegnerische Tor vorlegen); als die Starter die 32 Läuferinnen ... auf die 10-km-Strecke schickten (ihnen den Start für die 10-km-Strecke freigaben; Olymp. Spiele 27); b) jmdn. zu bestimmten Diensten o. Ä. rufen, holen lassen: nach dem Arzt, nach einem Priester s. 3. <s. + sich> a) eine unangenehme Lage, an der nichts zu ändern ist, geduldig ertragen; sich fügen: sich in die neuen Verhältnisse, Umstände, Gegebenheiten s.; sie schickten sich ins Unvermeidliche; sich in Gottes Willen s. (ergeben); die Kinder können mit, wenn sie sich schicken (veraltet; brav sind, sich gut aufführen); b) (veraltend) sich ↑fügen (4 b), sich von selbst zu gegebener Zeit regeln; sich bei Gelegenheit ergeben: das wird sich alles noch s.; wie es sich gerade schickt; c) (südd.) sich aus einem bestimmten Grund mit, bei etw. beeilen: sich s. müssen; schick dich, sonst kommst du zu spät. 4. <s. + sich> a) gehören (5) (meist unpers. u. verneint): bei Tisch, in Gesellschaft, für dich schickt sich das nicht; es schickt sich nicht, so etwas zu sagen; R eines schickt sich nicht für alle! (Goethe, Beherzigung); b) (seltener) sich [herkömmlicherweise] eignen: Eine kleine Höhle war es, die sich eher für ein Tier denn für einen Menschen schickte (Nigg, Wiederkehr 120). 5. (landsch.) ausreichen, genügen: ob die Vorräte wohl s.?; es schickt immer noch nicht.
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2schị|cken <sw. V.; hat [frz. chiquer, eigtl. = kauen, essen] (landsch.): Kautabak kauen, priemen.

Universal-Lexikon. 2012.

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